Der Mühlenbäcker

Mühlen erzählen Geschichten, können geheimnisvoll sein und wurden  früher oft besungen. Außerdem standen sie für Natur und Getreide, eine fruchtbare Ernte und ausreichend Brot.
Eine der letzten Mühlen im Kraichgau ist die Mühle Kolb mit dem Mühlenbäcker in Zuzenhausen.
Im Jahre 783 zum ersten Mal urkundlich erwähnt,  ist sie seit 1888 im Besitz der Familie Kolb.
Über viele Generationen entstand hier Mehl aus regionalem Korn, bis der Mahlbetrieb 1998 eingestellt wurde.

In Besinnung auf Brauchtum und Tradition wurden die alten Mühlengemäuer einer neuen Funktion zugeführt, indem Frau Renate Gütter und Herr Willi Kolb 1999 die Holzofenbäckerei gründeten.
Kennzeichnend für den Mühlenbäcker und seine Produkte ist die traditionelle Herstellung, im echten „Handwerk“,  ohne  Verwendung von Chemie und Backmischungen.
Jedes Brot wird noch von Hand geformt und lange Teigruhezeiten werden eingehalten. Auf natürliche Art  wird somit die Haltbarkeit verlängert.
Legendär ist das Holzofenbrot aus selbst angesetztem Sauerteig. Köstlich duftend mit herzhafter Kruste und unübertroffenem Aroma.
Große Buchenholzfeuer heizen die handgemauerten Ziegelwände der beiden Steinöfen hoch, bevor die Brote in die Tiefe des Ofens geschoben werden, indem sie während der eineinhalbstündigen Backzeit die typisch aufgebrochene Kruste erhalten.
Die 3 kg „Holzofenriesen“ können  als  halber oder viertel Laib erworben werden.
Weitere Backspezialitäten wie, Roggen- oder Dinkelvollkornbrote , handgeformte Wurzelbaguette,  aber auch süße Leckereien aus Hefegebäck oder Blechkuchen, wie zu Omas Zeiten, runden das Angebot ab.
Die Restwärme der Holzöfen wird genutzt um sämtliche Blechkuchen zu backen.
Besonders hervorzuheben ist der Bienenstich, der weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt ist.
Natürlich gibt es auch allerlei Brötchen, wie den alt bekannten Salz- oder Doppelweck, Dinkelvollkornbrötchen oder auch  ganz krustige Wurzelwecken aus dem Holzofen.

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